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Hier finden Sie aktuelle Neuigkeiten zum Thema Diabetes. In www.diabetes-news.de gibt es weitere umfangreiche Informationen über Diabetes, welche u.a. auch von uns dort veröffentlicht wurden.

 

 


Diabetes mellitus - wichtiger Risikofaktor für Demenz

„Diabetes mellitus gilt als einer von sieben behandelbaren Risikofaktoren, auf die möglicherweise bis zur Hälfte der Alzheimer-Erkrankungen zurückzuführen sind", so Professor Hans Förstl, Direktor der Klinik für Psychiatrie  vom Klinikum rechts der Isar in München in einem Beitrag für "Der Diabetologe“

Viele pathobiochemische Vorgänge bei Diabetes mellitus begünstigen auch die charakteristischen Veränderungen im Gehirn, die bei der Entstehung einer Demenz zu finden sind. So hat die Ablagerung von Zuckerverbindungen (Glykierungsendprodukte) eine Vielzahl von Schädigungen im Gehirn zur Folge und führt u.a. zu einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit der Energiekraftwerke in den Zellen (mitochondriale Funktion). Auch die Ablagerung von Beta-Amyloid, ein für die Alzheimer-Demenz charakteristischer Vorgang, wird bei Diabetes begünstigt, da ein Enzym, welches für den Abbau von Insulin zuständig ist, auch für den Abbau  von Beta-Amyloid verantwortlich ist. Prof. Förstl geht soweit, dass er die die Alzheimer-Demenz (AD) als den Diabetes des Gehirns bezeichnet. Dem entsprechend gleichen sich auch Empfehlungen zur Demenz-Prävention und zur Vermeidung von Folgeerkrankungen des Diabetes: regelmäßige körperliche (und geistige) Aktivität, mediterrane Kost und optimierte Stoffwechsel- und Blutdruckeinstellung.

Quelle:Ärzte Zeitung

 

Diabetes-Therapie ist Teamarbeit - 20 Jahre VDBD

Der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) feierte kürzlich sein 20-jähriges Jubiläum. Seit Gründung des VDBD hat sich die Diabetologie grundlegend gewandelt. Wie keinem anderen medizinischen Fachbereich wird in der Diabetologie die aktive Mitarbeit der Patienten benötigt. Dies erfordert wiederum sehr zeitaufwändige individuelle Gespräche und intensive Schulungen in kleinen Gruppen. Diese Leistungen können nur mit einem gut ausgebildeten Team erbracht werden, in dem neben dem Arzt die Diabetesberaterinnen, Diabetesassistentinnen und andere qualifizierte Fachkräften eingebunden sind. Als Basis einer optimalen Therapie schafft das Diabetes-Team die Möglichkeit, wiederholt persönlich über Ursache, Folgen und Therapiemöglichkeiten zu informieren. Nur so kann auf die unterschiedlichen Voraussetzungen des Patienten individuell eingegangen werden. Dazu gehören neben regelmäßigen Ernährungs- und Bewegungsberatungen die Blutzucker-Selbstkontrollen. Insulin spritzende Patienten erhalten das erforderliche theoretische Wissen und lernen die praktischen Techniken. Das Diabetes-Team achtet auch auf regelmäßige Kontrolluntersuchungen von den Augen bis zu den Füßen. Schließlich wird auch auf spezielle Probleme wie z.B. Diabetes und Sexualität oder Reisen mit Diabetes eingegangen.

Durch die Mithilfe der Diabetes-Teams können viele Patienten direkt nach der Diabetes-Manifestation ambulant in Praxen auf die antidiabetische Medikation eingestellt werden. Eine stationäre Therapie ist dazu meist nicht mehr nötig. Auf eine qualifizierte stationäre diabetologische Betreuung, z.B. bei schwerer Stoffwechselentgleisung mit Ketoacidose, kann dennoch nicht verzichtet werden. Wichtig ist deshalb die Intensivierung der Zusammenarbeit von ambulanten und stationären Behandlungsteams, basierend auf den von der DDG in Zusammenarbeit mit dem VDBD vorgegebenen  Qualitäts- und Fortbildungskriterien.

Quelle: Ärzte Zeitung

 

Adipositas-Chirurgie

Reduziertes Risiko für Diabetes aber erhöhtes Risiko für Darmkrebs ?

Einer deutlichen Reduzierung des Diabetes-Risikos nach Adipositas-Chirurgie steht offenbar ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs gegenüber. Schwedische Wissenschaftler fanden entsprechende Hinweise in einer Studie (retrospektive registerbasierte Kohortenstudie 1980-2009). Von 70 000 übergewichtigen Patienten erhielten 15.000 eine Adipositas-Chirurgie. Entsprechend der Studie stieg die Anzahl nach einer Adipositas-Op auf das 1,6 fache. Lag die Adipositas-Op zehn oder mehr Jahre zurück, waren es im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung doppelt so viele Erkrankungen. Diese Zahl wurde weder durch die Art des chirurgischen Eingriffs (Magenband, -plastik oder -bypass) noch durch die Anzahl der Operationen beeinflusst. Insgesamt war die Zunahme der Darmkrebserkrankung bei Männern deutlicher als bei Frauen. Die Autoren der Studie schließen aus den Ergebnissen, dass ein Zusammenhang zwischen der Adipositas-Chirurgie und einem erhöhten Risiko für eine Darmkrebserkrankung in der Folgezeit möglich ist. Die Konsequenz wäre eine engere Überwachung dieser Patienten per Vorsorge-Koloskopie.

Quellen:1. Ärztezeitung 2. Annals of Surgery: POST AUTHOR CORRECTIONS, 6 March 2013 Risk of Obesity-Related Cancer After Obesity Surgery in a Population-Based Cohort Study Östlund, Magdalena Plecka MD*; Lu, Yunxia MD, PhD*; Lagergren, Jesper MD, PhD*,†


Individuell angepasste Ernährung soll chronische Krankheiten, wie Diabetes oder Alzheimer Demenz verhindern

Biologische Prozesse, die zu chronische Krankheiten, wie Diabetes oder Alzheimer Demenz führen, beginnen viele Jahre vor dem Auftreten erster klinischer Symptome. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt müssen Vorsorgestrategien angeboten und veranlasst werden.   Dem entsprechend besteht ein Ziel des vor kurzem eingeweihten „Nestlé Institute of  Health Sciences“  darin,  mit Hilfe von personalisierter Ernährung den Menschen zu helfen, im Alter gesund zu bleiben. Wissenschaftler der Forschungsbereiche Humangenetik, Stoffwechsel und Stammzellforschung untersuchen die Beziehungen zwischen den  individuellen Genen eines Menschen, seiner Ernährung und seinem Lebensstil.  Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, zielgerichtete Ernährungsansätze für chronische Erkrankungen zu entwickeln. So werden u.a. in humanen Zellkulturen Naturprodukte und Nahrungs-bestandteile auf ihre Fähigkeit getestet, Diabetes oder Demenzerkrankungen zu verzögern und Betroffene besser behandeln zu können.

 

Quelle: Ärzte Zeitung

 


Diabetes Typ 2 verhindern  - Neue Studie Uni Tübingen

Empfehlungen zur Änderung des Lebensstils  können  die Entstehung eines Diabetes Typ 2 verhindern. Dies hatte die US-amerikanische Diabetes-Präventions-Studie (DPP) gezeigt. Von 100 Risiko-Patienten  entwickelten innerhalb von drei Jahren ohne Änderung des Lebensstils 29 einen manifesten Diabetes, mit Änderung der Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten waren es nur noch 14 Patienten.  Diese Zahl möchten Wissenschaftler der Universität Tübingen mit ihrer "Prädiabetes Lebensstil-Interventionsstudie" (PLIS) noch weiter senken. Um dieses Ziel zu erreichen, wird zu Beginn der Studie  bei allen Patienten ein komplexes Risikoprofil erstellt. Die Wissenschaftler gehen davon aus,  mit der Studie Daten und Hinweise für individuell angepasste Präventionsmaßnahmen zu gewinnen, um damit mit die Erfolgquote zu erhöhen.